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TIMSS-Studie – Oder: Multikulti senkt das Bildungsniveau

timss-studie-timss-studie-oder-multikulti-senkt-das-bildungsniveauDas sind keine guten Ergebnisse.

Die aktuelle TIMSS-Studie, die mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen von Viertklässlern prüft, zeigt: In Mathematik liegen deutsche Schüler mittlerweile unter EU- und OECD-Durchschnitt, in Naturwissenschaften nur hauchdünn darüber. Die Gewinner sind die Asiaten (Singapur, Hongkong, Südkorea). Auch Russland schneidet vergleichsweise stark ab.

Mit Durchschnitt sollte sich Deutschland nicht zufriedengeben. Aber wer ist schuld an der Misere? Eltern, Lehrer, Politiker?

Letztlich bewirkt ein Bündel von Ursachen Deutschlands Bildungsniedergang. Aber eine wichtige Ursache ist die sich multikulturalisierende Gesellschaft. Glücklicherweise wird das auch zugegeben.

Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung, sagt: „Die Lehrkräfte stehen tagtäglich vor immer heterogener werdenden Lerngruppen und sollen alle individuell fördern.“ Er nennt als ein Element dieser ‚Heterogenität‘ ausdrücklich „Kinder mit und ohne Migrationshintergrund“.

Bildungsforscher Wilfried Bos sekundiert: „Wir haben einfach mehr Kinder, von denen beide Eltern im Ausland geboren wurden.“

Die Leidtragenden dieser bunten Zustände sind nicht zuletzt die sehr guten Schüler. Die Lehrer unterfordern sie, weil sie den vielfältigen Rest nicht überfordern wollen. (Natürlich gibt es unter den sehr guten Schülern auch Kinder mit Migrationshintergrund.)

Tendenziell gilt: Multikulti senkt das durchschnittliche Bildungsniveau und verringert – im internationalen Vergleich – die Zahl der Spitzenschüler. Relative kulturelle Homogenität zeitigt den gegenteiligen Effekt.

Leider betrachten besonders Linke und Grüne relative kulturelle Homogenität inzwischen als faschistoid – zumindest in der Theorie. In der Praxis – wie bei mir in Berlin an jeder Ecke zu beobachten – achten gebildete linke und grüne Eltern penibel darauf, dass ihre Sprösslinge in die ‚richtige‘ Schule kommen. Im Notfall zieht man dafür auch rechtzeitig um.

Gleichzeitig können sie stundenlang davon schwärmen, welch ‚interkulturelle Kompetenzen‘ die sich buntisierende Schulwelt den Kindern vermittle, welch eine Chance das sei und so weiter.

Die deutsche Wirtschaft hat sicher nichts gegen interkulturelle Kompetenz. Aber im Zweifel zöge sie es wohl vor, dass der Nachwuchs solide Kompetenzen in Lesen, Rechnen, Schreiben hätte – was in Berlin selbst nach erfolgreich abgelegtem Abitur keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Denn was tut der postmoderne Linke, wenn das Niveau sinkt? Er senkt die Anforderungen. Dann passen die Leistungen wieder, und alle haben sich lieb.

Ist Donald Trump ein Faschist?

ist-donald-trump-ein-faschistEs ist ja kein Geheimnis.

Sie alle tun es: der Journalist Jakob Augstein, der neokonservative US-Intellektuelle Robert Kagan, der Kommunikationsforscher Fred Turner. Und noch viele andere.

Sie halten Donald Trump für einen Faschisten.

Haben sie recht angesichts dessen, was man heute über Donald Trump weiß?

Konfrontieren wir Meinung mit Wissenschaft!

Welche typischen Merkmale des Faschismus treffen auf Donald Trump zu?

Die Faschismusforschung hat mindestens 28 typische Merkmale faschistischer Bewegungen herausgearbeitet:

1. Faschistische Bewegungen sind Massenbewegungen.

Eine den Präsidentschaftswahlkampf überdauernde Massenbewegung, die auf Donald Trump als ‚Führer‘ eingeschworen wäre, existiert nicht. Ob die Alt-Right-Bewegung dazu werden kann, ist fraglich. Aktuell distanziert sich Trump von ihr. Anderseits hat er Stephen Bannon zu seinem ‚Counselor to the President‘ gemacht.

2. Faschistische Bewegungen sind in ihrer sozialen Zusammensetzung nicht ausschließlich an bestimmte gesellschaftliche Klassen oder Schichten gebunden. Sie rekrutieren überall.

Wie gesagt, es gibt keine Trump-Massenbewegung. Trumps Wähler hingegen kommen aus allen Einkommensgruppen. Das gilt aber auch für die Wähler von Hillary Clinton.

3. Faschistische Bewegungen sind (zumindest anfangs) vorwiegend für Männer attraktiv, und zwar überproportional für Männer aus Mittelschicht und Kleinbürgertum.

Es sind in der Tat hauptsächlich Männer, und zwar weiße Männer, die Donald Trump gewählt haben. 53 Prozent der Männer haben für Trump gestimmt, 63 Prozent der weißen Männer und 72 Prozent der weißen Männer ohne College-Abschluss. Besonders in der weißen Mittelschicht hat Trump stark abgeschnitten.

4. Faschistische Bewegungen orientieren sich in ihrer politischen Organisation am Militär und wollen auch die Gesellschaft nach militärischem Vorbild einrichten. Sie bilden paramilitärische Einheiten (SA, Schwarzhemden o. Ä.), inszenieren Massenaufmärsche etc.

All das fehlt bei Donald Trump.

5. Faschisten sehen sich als Kämpfer nationaler Erneuerung oder Wiedergeburt. Eine neue Ordnung soll anstelle der alten, dekadenten und degenerierten Ordnung errichtet werden.

Trumps Slogan ‚Make America great again‘ kann den Worten nach vielleicht in diese Richtung interpretiert werden. Das ursprünglich aus dem Protestantismus stammende ‚Great Awakening‘-Motiv ist in der US-amerikanischen Kultur allerdings so tief verwurzelt, dass man ‚Make America great again‘ sicher nicht faschistisch deuten muss. Ja, eine solche Deutung scheint übertrieben. Ronald Reagans Wahlkampfslogan lautete 1980 übrigens ‚Let’s make America great again’…

6. Die politische Auseinandersetzung ist für Faschisten tendenziell eine Form des Krieges. Sie bedienen sich als eines politischen Mittels auch der Gewalt.

(Non-verbale) Gewalt hat Donald Trump im Wahlkampf nicht eingesetzt.

7. Faschisten streben nach der absoluten politischen Macht; sie wollen die parlamentarische Demokratie zerstören.

Eine solche Absicht kann man Trump bestenfalls unterstellen. De facto gibt es dafür keine belastbaren Indizien.

8. Faschismus ist immer auch politische Religion bzw. weltliche Ersatzreligion. Er entwickelt eigene Mythen, Riten und Symbole mystisch-irrationalen, antiaufklärerischen Inhalts.

Trifft auf Trump nicht zu.

9. Faschisten pflegen den Mythos der Jugend. Die Jugend macht Geschichte… Junge Aktivisten sind überrepräsentiert.

Trifft auf den 70-jährigen Trump auch nicht zu. Außerdem: Die 18- bis 40-Jährigen haben mit überwältigender Mehrheit Hillary Clinton gewählt. Trump gewinnt erst bei den Über-40-Jährigen. Allerdings muss man zugeben: Trump sucht sich regelmäßige eine jüngere Frau. Insofern pflegt er vielleicht doch den Mythos der Jugend. ;) Ob ihn das zum Faschisten macht?

10. Der Faschismus verfolgt kulturell die Schaffung eines ’neuen Menschen‘.

An solchen ideologischen Höhenflügen scheint Donald Trump keinerlei Interesse zu haben. Er hat mit dem ‚alten Menschen‘ ja auch zuträgliche Geschäfte gemacht…

11. Die faschistische Ideologie zeichnet sich durch Negation aus. Sie ist antiliberal, antimarxistisch, antikonservativ, antidemokratisch, antimaterialistisch und antiindividualistisch.

Hat Donald Trump überhaupt eine Ideologie? Wenn sich eine finden lässt, so ist sie vermutlich antimarxistisch. Aber sonst? Antiliberal, antikonservativ, antiindividualistisch, geschweige denn antimaterialistisch wirkt der Mann nicht. Und die Abschaffung der Demokratie hat er sich ebenso wenig zum Programm gemacht. Das war bei Adolf Hitler vor der ‚Machtergreifung‘ anders…

12. Im Faschismus gilt auf allen Ebenen das Führerprinzip (Befehl und Gehorsam). Der charismatische ‚Führer‘ an der Spitze der Bewegung wird sorgsam propagandistisch begleitet und verkultet.

Donald Trump ist sicher eine Kultfigur, aber ein faschismustypischer Führerkult hat sich um ihn nicht gebildet.

13. Faschisten huldigen dem Primat einer als permanent revolutionär aufgefassten Politik.

Derweil halte ich den Primat von Wall Street, MIK und Donald Trump Businessman für wahrscheinlicher.

14. Faschisten sind Totalitaristen. Im totalitären Staat sollen Masse und Individuum in der Unio mystica einer ethnisch verstandenen Nation miteinander verschmelzen.

Trifft auf Trump nicht zu.

15. Im Faschismus wird die Gesellschaft gleichgeschaltet, nicht zuletzt das Medien-, Justiz- und Bildungssystem. Wer nicht spurt, wird ausgegrenzt oder ermordet.

Trifft auf Trump nicht zu. Jedoch ist er vorerst nur designierter Präsident.

16. Faschisten sind nicht einfach Nationalisten. Sie sind völkische Nationalisten. Sie verstehen das Volk als gleichsam in der Heimaterde fest verwurzelte organische Abstammungsgemeinschaft.

Dies wäre eine merkwürdige Auffassung für jemanden mit Migrationshintergrund. Donald Trumps Großvater war Deutscher.

17. Faschismus geht mit Superioritätsvorstellungen einher. Die eigene Rasse, das eigene Volk, die eigene Nation wird anderen gegenüber für prinzipiell überlegen und höherwertiger gehalten.

Donald Trump hat sich rassistisch geäußert. Daran gibt es nichts zu deuteln. Ob Rassismus integraler Bestandteil seiner Weltanschauung ist, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht ist Trump wirklich ein Rassist. Vielleicht waren seine rassistischen Äußerungen ’nur‘ ‚clevere‘ Schachzüge im Wahlkampf. Moralisch verwerflich wäre auch das. Es hätte aber nicht die Qualität des Rassismus eines Adolf Hitlers… Generell gilt: Nicht jeder Rassist ist ein Faschist.

18. Faschisten denken in scharfen Kategorien von Freund und Feind. Neben dem äußeren Feind wird besonders der innere Feind bekämpft. Er gilt als ‚Schädling‘, von dem der ‚Volkskörper‘ gereinigt werden müsse.

Trump hat die ‚Eliten‘ und Minderheiten attackiert. Aber den einen diabolischen ‚Volksschädling‘, wie es für die Nazis die Juden waren, hat er nicht präsentiert.

19. Als ein Totalitarismus mischt sich der Faschismus in alle Belange des Lebens ein – bis ins familiäre Privatleben.

Auf einen Willen zum Totalitären deutet bei Trump nichts hin.

20. Der Faschismus verlangt vom Einzelnen totale Hingabe und Unterordnung. ‚Du bis nichts, dein Volk ist alles’…

Das ist nicht Trumps Rhetorik.

21. Im Faschismus werden Kameradschaft und soldatisch-kriegerische Männlichkeit großgeschrieben.

Trump betont an der Anti-Political-Correctness-Front eine gewisse Männlichkeit, viel eher jedoch eine ‚Locker-room‘-Männlichkeit als eine soldatisch-kriegerische…

22. Der Faschismus verherrlicht und ästhetisiert Krieg und Gewalt als etwas nahezu Erlösendes.

Trifft für Donald Trump nicht zu. Das quasierlösungsreligiöse Moment, das dem Faschismus eignet, scheint Trump fremd zu sein.

23. Faschisten sind gewöhnlich besessen von der Vorstellung, dass ihr Volk, ihre Rasse im Niedergang begriffen, gedemütigt oder Opfer sei.

Trump sieht die USA – wegen Obama und Hillary Clinton – im Niedergang begriffen. Als gedemütigt oder als Opfer im tieferen Sinne scheint Trump die Vereinigten Staaten nicht wahrzunehmen. Die USA sind nach wie vor Weltmacht Nummer eins. Deutschland hatte vor dem Aufkommen des Nationalsozialismus einen Weltkrieg verloren… – Anders steht es vielleicht bei der Rassenproblematik: Die Weißen werden in den USA wohl bald zur Minderheit. Dieser Umstand ist sicher eine wichtige demografische, kulturelle und psychologische Ursache für Trumps Erfolg.

24. Faschistische Regime setzen auf einen terrorgestützten Polizeistaat samt Geheimdienst und Geheimpolizei.

Die USA sind – ohne ein faschistischer Staat zu sein! – in diesen Dingen jetzt schon nicht zimperlich. Ob Trump noch einen draufsetzt, bleibt abzuwarten.

25. Im faschistischen Staat herrscht eine Einheitspartei, die über eine eigene Miliz verfügt.

Dass die Dinge sich unter Präsident Trump so entwickeln, ist angesichts des politischen Systems in den USA sehr unwahrscheinlich. Eher noch wird ihm seine eigene Partei, die Republican Party, bei der er sich unbeliebt gemacht hat, Probleme bereiten. Und eine Trump-Miliz oder Ähnliches existiert nicht.

26. Im Faschismus wird die Gesellschaft ständig agitiert, mobilisiert und propagandistisch indoktriniert.

Dafür bleibt in den USA neben all der Werbung keine Zeit mehr. ;) Aber vielleicht sendet ja bald Trump TV.

27. Den Faschismus zeichnet eine korporative und hierarchische Organisation des Wirtschaftslebens aus, ebenso ein gesteigerter Staatsinterventionismus.

Eine solche Wirtschaftsverfassung dürfte im Musterland des Kapitalismus nur schwer durchzusetzen sein. Und nichts deutet darauf hin, dass Trump dies vorhat.

28. Die Außenpolitik faschistischer Regime zielt auf nationalen Machtgewinn, imperialistische Expansion und die Etablierung einer neuen Ordnung.

Böse Zungen behaupten, das sei Hillary Clintons außenpolitisches Programm… Trump will die Vereinigten Staaten, so man seinen Wahlkampfaussagen glauben darf, aus den Welthändeln am liebsten peu à peu verabschieden. Ein genuiner Faschist wüsste das militärische und wirtschaftliche Potenzial der USA anders einzusetzen…

Fazit

Wer bei dieser Datenlage zum Ergebnis kommt, dass Donald Trump ein Faschist sei, bestünde eine geschichtswissenschaftliche Prüfung zu dem Thema nicht.

Manch Intellektueller sollte begreifen: Nicht jeder, der nicht in seinen Rahmen des Tolerierbaren passt, ist ein Faschist. Es ist ein bisschen komplizierter.

Anderseits war ‚Faschismus‘ nie nur ein wissenschaftlicher Begriff, sondern immer zugleich ein politischer Kampfbegriff. Und als Kampfbegriff wird er in der politischen Arena auch heute verwendet.

In einem kann ich die Angsthysteriker unter den Intellektuellen freilich beruhigen: Es ist immer noch möglich, dass Donald Trump sich in den nächsten Jahren zum Faschisten wandelt. Immerhin scheint dies wahrscheinlicher, als dass er zum Kommunisten wird.

Die Geschichte ist bekannt für unerwartete Wendungen.

sind-die-deutschen-nur-mehr-diejenigen-die-schon-la%cc%88nger-hier-lebenFür die Multikulti-Fantasten muss das Grundgesetz ein Ärgernis sein.

Bereits in der Präambel ist zweimal vom „Deutschen Volk“ die Rede.

Tatsächlich: Das Grundgesetz bedient sich der Großschreibung! Drückt eine solche Majuskelisierung des ‚deutschen Volkes‘ nicht die latent rechtsextreme Befindlichkeit der alten weißen Väter unseres Grundgesetzes aus?

Und im ersten Grundrechtsartikel geht’s gleich stramm rechts weiter: „Das Deutsche Volk bekennt sich…“

Sollte man das Grundgesetz nicht besser politisch korrekt umformulieren? Sollte es nicht heißen: die Bevölkerung Deutschlands?

Aber: Ist nicht ‚Deutschland‘, ‚Land der Deutschen‘, ebenfalls ein Ärgernis? Müsste es nicht heißen: die Bevölkerung des Landes im Herzen Europas?

Poeten des neuen Staates mögen es später einmal griffiger und erhabener formulieren.

Die neue Sprachregelung in Bezug auf die Deutschen

Angela Merkel jedenfalls, so scheint es seit ihrem letzten Auftritt bei ‚Anne Will‘, mag nicht mehr gerne von ‚Deutschen‘ reden. Sie ist nicht die Einzige.

Die neue Sprachregelung unterscheidet zwischen „denjenigen, die schon länger hier leben“ und „denen, die neu dazugekommen sind“.

Es stimmt ja auch: Wenn man Bevölkerungen zum frappant humanitären Zweck des Auffüllens der demografischen Lücke im eigenen Land weltweit hin und her schieben oder wandern lassen kann, immer mit Verweis auf die unleugbare Tatsache, „dass wir alle Menschen sind“, dann ist es konsequent zu denken, dass ich mich als Deutscher von Nicht-Deutschen in Deutschland bestenfalls darin unterscheide, dass ich schon etwas länger hier lebe.

Menschen sind konkret

Globalisierung bedeutet in ihrer jetzigen Form weltweite Waren-, Kapital- und Migrationsströme.

Euros sind in jedem Land der Welt nur Euros.

Das Problem: Menschen sind nicht in jedem Land der Welt nur ‚Menschen‘.

Auch der Kanzlerin sollte aufgefallen sein, dass Menschen weit weniger abstrakt als Euros sind.

Menschen haben verschiedene Sprachen, Herkünfte, Religionen, Kulturen, Sozialisationen, Kollektiv- und Individualgeschichten…

Menschen sind konkret. (Euros sind nur darin konkret, dass sie (noch) Zugriff auf Konkretes gewähren.)

Wie wär’s mit einer Probe aufs Exempel? Planen wir Frau Merkels nächsten Urlaub. Da alle Menschen gleich (weil abstrakt Menschen) sind, muss unsere Kanzlerin ja nicht wie gehabt mit ihrem Gatten verreisen. Schicken wir sie doch mit Putin, Trump und Erdogan an einen behaglichen Ort ihrer Wahl.

Sie möchte nicht? Ich schölte sie darob keine Rassistin.

Für eine offene Mehrheitsgesellschaft europäischer Prägung

Ich frage nur: Wenn die Kanzlerin angesichts eines läppischen Urlaubs, und obwohl alle Menschen gleich sind, vermutlich so pingelig wäre, habe ich dann nicht umso mehr das Recht auf Pingeligkeit, als es sich in meiner Angelegenheit um keine temporäre Lappalie handelt, sondern um das zeitlich unbefristete Zusammenleben in einer Schicksalsgemeinschaft?

Da möchte ich mir diejenigen, „die neu dazukommen“, schon genau aussuchen. ‚Grenze auf und schaun mer mal‘ wäre nicht mein ‚one and only‘-Kriterium.

Die in Mode gekommenen Bevölkerungsexperimente gefallen mir nicht.

Ich will keine multikulturelle Multiminderheitengesellschaft auf deutschem Boden. Ich will auch keine ethnisch homogene Bevölkerung als gegenteiliges Wahnprojekt.

Ich will die offene Mehrheitsgesellschaft europäischer Prägung, mit der wir nach dem Zweiten Weltkrieg gut gefahren sind.

Ich will, dass die Deutschen in ihrem eigenen Land mehr bleiben als nur „diejenigen, die schon länger hier leben“.

Warum es stimmt, dass Deutschland sich islamisiert

warum-es-stimmt-dass-deutschland-sich-islamisiertKlingt Ihnen das Argument auch noch in den Ohren?

‚Wir sind 80 Millionen. Wo ist das Problem, wenn eine Million Migranten dazukommen? Angenommen, 80 Menschen halten sich in einem Raum auf, und einer stellt sich noch dazu: Was ist daran schlimm?‘

Dies ist das dümmste Argument, das ich in den letzten Jahren zu einem für unser Land existenziellen Thema gehört habe. Es ist bezeichnend für das Niveau der Debattenkultur namentlich in vielen Mainstreammedien.

Das Argument ist oberflächlich und statisch.

Es ist oberflächlich, weil es Gesamtbevölkerungen gegeneinander rechnet, also Alte genauso behandelt wie Junge. Und es ist statisch, weil es Geburtenraten ignoriert.

Man muss die Bevölkerungszahlen nach Altersklassen betrachten

Wenn man sich die Zahlen nach Altersklassen anschaut – und nur eine solche Betrachtung ist in diesem Zusammenhang sinnvoll -, gelangt man unter anderen zu dem Ergebnis, dass die Flüchtlinge und Migranten, die von Anfang 2013 bis heute nach Deutschland gekommen sind, weit überwiegend junge Männer sind, und zwar in einer Anzahl, die circa 16 Prozent der vergleichbaren deutschen Bevölkerung ausmacht.

Ende 2012 gab es in Deutschland nicht mehr als etwa 5 Millionen Männer zwischen 20 und 30 Jahren. Circa 800.000 Männer dieser Altersklasse sind seit 2013 dazukommen. Mindestens zu drei Vierteln dürften diese Männer Muslime sein. Seit 2013 sind also circa 600.000 Moslems im Alter von 20 bis 30 nach Deutschland gekommen.

Außerdem ist zu beachten: Ungefähr 30 Prozent der 5 Millionen Männer zwischen 20 und 30 Jahren, die bereits Ende 2012 in Deutschland lebten, hatten eine Migrationshintergrund.

Etwas mehr als ein Drittel dieser 30 Prozent dürften Muslime sein. Das heißt: Ende 2012 gab es in der Altersgruppe der 20- bis 30-Jährigen circa 550.000 Muslime in Deutschland.

Stand heute dürften wir also ungefähr 5,8 Millionen Männer zwischen 20 und 30 Jahren im Land haben, von denen circa 1,15 Millionen, d.h. etwa 20 Prozent, Muslime sind.

Und es ist diese Altersgruppe, der die nähere Zukunft gehört, nicht etwa den Rentnern, unter denen es in der Tat prozentual weit weniger Muslime gibt. Man muss in Altersgruppen denken, will man wissen, was es für Folgen zeitigt, wenn man in eine Bevölkerung mit verhältnismäßig immer mehr Alten eine große Anzahl Junger aus meist ganz anderen Kulturkreisen langfristig aufnimmt.

Wenn Sie zudem daran denken, dass die muslimische Zuwanderung in den nächsten Monaten und Jahren voraussichtlich weitergeht, erkennen Sie, vor welch radikalen Veränderungen die Bevölkerungsstruktur Deutschlands steht.

Im ‚Hintergrund’ wirkt die Geburtenratendifferenz

Dazu kommt – und dieser Punkt wird gerne ignoriert – die im Vergleich zur nicht-muslimischen Geburtenrate höhere muslimische Geburtenrate in Deutschland.

Die anhaltende muslimische Zuwanderung dynamisiert die Islamisierung Deutschlands von außen her. Die höhere muslimische Geburtenrate dynamisiert sie von innen her.

Zwei Beispiele: Türkischstämmige Frauen in Deutschland bekommen derzeit im Durchschnitt mindestens 1,8 Kinder, die ‚altdeutschen‘ Frauen ungefähr 1,3.

Eine Antwort auf die Frage, welche Geburtenrate man für die Gruppe derjenigen Muslime veranschlagen muss, die in den letzten Jahren zugewandert sind, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt spekulativ. Sie hängt besonders davon ab, wie der Familiennachzug gestaltet wird.

Sofern die Männer (muslimische) Frauen haben oder finden, mit denen sie eine Familie gründen können, dürfte die Geburtenrate in dieser Gruppe zumindest in der Anfangszeit höher als die aktuelle Geburtenrate der Türkischstämmigen und weit höher als die der ‚Altdeutschen’ sein. In muslimischen Gesellschaften bekommen Frauen heute jedenfalls durchschnittlich 3,1 Kinder.

Der große Trend ist nicht zu leugnen

Ich habe, wann immer die Zahlen nicht eindeutig waren, den vorsichtigeren Zahlen und Folgerungen den Vorzug gegeben. Jeder kann die Zahlen und Folgerungen mit Hilfe seriöser Internetquellen und mathematischer Grundrechenarten leicht überprüfen. Und ich lade jeden Interessierten dazu ein, dies zu tun, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass viele die Zahlen erst glauben, wenn sie selbst sie recherchiert haben.

Im Detail wird man über die Zahlen trefflich streiten können. Der große Trend – und um den geht es mir – ist unleugbar. Stand heute – und vorausgesetzt, dass nicht ein Großteil besonders der in den letzten Jahren zugewanderten jungen Muslime Deutschland wieder verlässt – Stand heute stimmt: Deutschland islamisiert sich.

Diese Aussage ist kein ‚rechter‘ Standpunkt, sondern der Verweis auf ein Faktum, das in Politik und Gesellschaft ehrlich diskutiert werden muss.

Wollen wir diese Entwicklung wirklich? Gerade Grüne, Linke, Feministinnen, Atheisten, und LGBTQ sollten sich ihre Antwort auf diese Frage gut überlegen.

Und machen wir uns nichts vor: Wenn die Politik nicht gegensteuert, wird der Prozess der Islamisierung aller Voraussicht nach eines gar nicht so fernen Tages in die Minorisierung der ‚Altdeutschen‘ im eigenen Land münden.

Denn man darf an dieser Stelle auch nicht übersehen, dass von den circa 4,65 Millionen nicht-muslimischen Männern zwischen 20 und 30 Jahren, die heute in Deutschland leben, fast eine weitere Million ebenfalls einen Migrationshintergrund hat, nur eben keinen muslimischen.

Um ‚völkischen’ Missverständnissen vorzubeugen: Ein Migrationshintergrund ist an sich nicht problematisch, auch ein muslimischer Migrationshintergrund nicht. Es gibt etliche Beispiel dafür, dass Herkunftsaraber, -türken, -afrikaner etc. gut integrierte Deutsche werden können.

Insgesamt bin ich angesichts der Zahlen allerdings der Meinung, dass Deutschland sich – besonders bei der islamischen Zuwanderung – massiv überhebt und seine kulturelle Integrationskraft weit überschätzt. Wir sind Zeugen und ungefragte Teilnehmer eines Bevölkerungsexperimentes, das zumindest insofern historisch einzigartig sein dürfte, als große Teile unserer ‚Eliten‘ es willentlich mit uns durchführen.

Dies Bevölkerungsexperiment wird – wie sich schon klar abzeichnet – zu allerlei hässlichen politischen Tumulten und Konflikten führen, die man nur schwer wieder wird beruhigen und entschärfen können.

Deutschland ist heute (noch) ein stabiles, kulturell europäisches Land, in dem man in vielerlei Hinsicht exzellent leben kann. Ich bezweifle, dass dies bei der radikalen Veränderung seiner Bevölkerungsstruktur, die derzeit infolge einer verantwortungslosen Politik geschieht, in Zukunft noch der Fall sein wird.